Software-Transformation und Lizenzoptimierung

Cobol-Migration auf GnuCOBOL

Splendit hat Tools und Präprozessoren entwickelt, welche die automatisierte Portierung von lizenzpflichtigen Cobolanwendungen auf lizenzfreies COBOL (GnuCOBOL, ehemals OpenCOBOL) ermöglichen. Der Portierungsprozess beinhaltet zudem eine Sanierung von COBOL-68 und COBOL-74  auf COBOL-85 Konstrukte, wie die Einfügung von END-Komponenten für Statements zur Erhöhung der Lesbarkeit und Wartbarkeit. Vor allem die oft gefährliche Abwesenheit von END-IF, die Auswirkung von „.“ und „NEXT SENTENCE“ wird in diesem Schritt entfernt.

Remote Procedure Call zwischen Java und COBOL

Dieses Toolset ermöglicht es, große Applikationen in kleinen Schritten abzulösen und erspart somit eine gefährliche „Big-Bang“ Ablöse. Voraussetzung ist, dass sich „alte“ (COBOL) und „neue“ (Java) Programme beziehungsweise Routinen (Unterprogramme, Services) gegenseitig „transparent“ ohne Änderung des bestehenden Codes aufrufen können.

Da in diesen Aufrufen transparent ein XA-Protokoll verwendet wird, bleiben noch nicht kommittierte Änderungen transaktional sichtbar, auch wenn es sich aus technischen Gründen um zwei verschiedene Datenbankverbindungen (Java beziehungsweise COBOL) handeln muss.

3270 Maskbuilder

Wenn Mainframe-Applikationen mit den üblichen 3270 Masken umgestellt werden, fallen nicht nur Aufwände für die technische Durchführung, sondern auch hohe Schulungsaufwände für Fachabteilungsmitarbeiter an. Vor allem ältere Mitarbeiter müssen auf neue Eingabemethoden (z.B. Maus) eingeschult werden. Diese Umstellung führt auch zu längeren Durchlaufzeiten der einzelnen Arbeitsschritte.

Wir haben eine Lösung entwickelt, die aus einer Maskenbeschreibungssprache automatisiert JSF (JavaServer Faces)-Masken erstellt. Der 3270 Maskbuilder basiert auf der Java Platform, Enterprise Edition (Java EE), und läuft auf einem WildFly Application Server (früher bekannt unter JBoss AS).

Um den Arbeitsablauf der Mitarbeiter so wenig wie möglich zu ändern, haben wir bei der Transformation der 3270 Masken darauf geachtet, dass sich die Anzeige und der Ablauf so wenig wie möglich vom Original unterscheiden. Eine fixe Breite und Höhe, Text- und Hintergrundfarbe und Überprüfungen bei Terminal-Anwendungen werden in HTML-, JavaScript- und CSS-Code umgewandelt, damit die Darstellung konsistent ist und die alten Konsolen möglichst gut wiederspiegelt.
Funktionstasten werden direkt an das Backend weiter geleitet, wobei die entsprechende Funktionalität durch das Backend definiert wird.

Ablöse von Transaktionsmonitoren (wie etwa CICS bzw. Tuxedo)

Es wurde ein Mechanismus und Toolset geschaffen, welches die Transaktionalitäts­anforderungen, die sich an CICS- beziehungsweise Tuxedoprogramme ergeben, so extrahieren, dass diese durch die Mittel eines Applikationsservers (etwa Jboss) und der Metho­diken einer (relationalen) Datenbank abgebildet werden können. Dadurch können sehr teure Lizenzen (Tuxedo, CICS) eingespart werden.